Geräte für die Alarmierung
Vier Gateways, vom einzelnen Objekt bis zum Verbund mit mehreren Standorten. Das Gerät steht in Ihrem Netz und sendet über Ihre eigene SIM. Die Auswahl entscheidet vor allem eines: wie viel Redundanz der Alarmweg braucht.
Ersatz für ein altes GSM-Modem gesucht? Alle Geräte hier sind 4G/5G und bleiben nach der 2G-Abschaltung 2028 sendefähig. Umstiegspaket ansehen- Alarmiert nach hinterlegtem Regelsatz weiter, auch wenn die Verbindung zur Plattform ausfällt
- Eigene SIM, keine Kosten pro Nachricht
- Eskalation, Schichtplan und Netzüberwachung bereits im Gerät
- Anbindung per REST API, SNMP, SMTP, MQTT und weiteren Protokollen
- 2 Jahre Herstellergarantie, Lieferung aus EU-Lager
Ein Objekt, eine Bereitschaft
Reicht für die klassische Störmeldung aus einer GLT an einen Bereitschaftsdienst. Ein Sendeweg, eine SIM.

Redundanz und Verbund
Mehrere Modems, wenn ein Ausfall des Sendewegs selbst nicht akzeptabel ist, oder wenn mehrere Standorte über ein Gerät alarmieren.
Direktvergleich
| Gerät | Sendewege | Netz | Stromversorgung | Passt für |
|---|---|---|---|---|
| NXS-9700 4G | 1 Sendeweg | 4G | 12V DC / PoE optional | Ein Objekt, eine Bereitschaft |
| NXS-9750 4G | 2 · Failover | 4G | 12V DC / PoE optional | Wenn der Ausfall eines Mobilfunknetzes den Alarmweg nicht stoppen darf |
| NXS-9700 5G | 1 Sendeweg | 5G | 12V DC / PoE optional | Lange Anlagenlaufzeit, 4G-Sunset im Blick |
| MHD-8100 4G | 8 · redundant | 4G | Redundant 230V AC | Mehrere Standorte, Leitstelle oder Rechenzentrum |
Was die Gerätesoftware kann
Jedes der vier Gateways bringt dieselbe Software mit. Sie ist deutlich mehr als eine E-Mail-zu-SMS-Weiterleitung: Eskalation, Schichtplan und Überwachung stecken im Gerät selbst und laufen auch dann, wenn nichts anderes mehr läuft.
Alarmieren, auch ohne smsreach Connect™ Plattform
Diese Funktionen laufen im Gerät selbst. Sie sind der Grund, warum die Alarmkette weiterläuft, wenn Internet oder Plattform ausfallen. Doppelt gepflegt wird trotzdem nichts: Connect synchronisiert Empfänger, Gruppen und Regeln über die Geräte-API automatisch aufs SMSEagle.
- Eskalationsgruppen
- Eine Meldung geht der Reihe nach an die Mitglieder einer Gruppe, mit einstellbarem Abstand zwischen den Stufen. Quittiert wird per Rück-SMS mit einem festgelegten Stichwort, danach hört die Kette auf. Laufende Ketten stehen im Ausgang des Geräts.
- Schichtplan
- Kontakte bekommen Schichten aus Wochentagen und Uhrzeit. Wer gerade nicht im Dienst ist, wird übersprungen oder erst zu Beginn seiner Schicht angeschrieben, das ist einstellbar. Bei Versand an eine Gruppe trifft es so nur die Diensthabenden.
- Überwachung im eigenen Netz
- Das Gateway prüft selbst per Ping, TCP-Port, UDP-Port, SNMP (v1/v2) oder Modbus TCP, ob ein Host oder Dienst noch antwortet, und meldet Ausfall und optional die Rückkehr. Über Eltern-Kind-Beziehungen bleibt es beim einen Alarm, statt dass hinter einem ausgefallenen Router alles gleichzeitig Alarm schlägt.
- SNMP-Traps empfangen
- Geräte wie USV, Switch oder Klimaschrank, die von sich aus Traps schicken, melden direkt ans Gateway. Regeln entscheiden, welcher Trap wen alarmiert.
- Wartungsfenster
- Überwachungsaufgaben lassen sich nach Zeitplan stilllegen, damit eine geplante Abschaltung nachts niemanden aus dem Bett holt.
- Wiederkehrende SMS
- Stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich. Üblichster Einsatz ist das Lebenszeichen: bleibt es aus, weiß die Bereitschaft, dass der Alarmweg still ist.
- Sprachanruf statt nur SMSAdd-on
- Weckruf, der eine eingestellte Zeit klingelt, vorgelesener Meldungstext oder eine hinterlegte Audiodatei. Deutsch und Englisch sind ab Werk dabei. Fehlgeschlagene Anrufe wiederholt das Gerät automatisch. Braucht das kostenpflichtige VOICE-Add-on, vorgelesene Texte zusätzlich die passende Hardware-Revision.
Anbindung an Ihre Systeme
Die GLT, das Monitoring oder die Leitwarte müssen nichts von SMS verstehen. Sie sprechen das Protokoll, das sie ohnehin können.
- REST API
- Aktuelle API nach OpenAPI 3.0, daneben die ältere Generation mit HTTP GET, HTTP POST und JSON-RPC für Bestandsanbindungen. Anmeldung per Zugriffstoken, Rechte pro Methode und Benutzer.
- E-Mail zu SMS
- Das Gateway bringt einen eigenen SMTP-Server mit. Wer eine Mail an Rufnummer oder Telefonbuchnamen an das Gerät schickt, löst eine SMS aus. Signaturen lassen sich per Stoppwort abschneiden. Alternativ holt das Gerät die Mails per POP3 oder IMAP aus einem bestehenden Postfach ab.
- SMS zu E-Mail
- Eingehende Nachrichten gehen als Mail weiter: entweder an den, der zuletzt an diese Nummer geschrieben hat, oder fest an eine Adresse. Setzt einen erreichbaren SMTP-Server voraus.
- Weiterleitung an ein eigenes Skript
- Eingehende Nachrichten und Statuswechsel ausgehender Nachrichten ruft das Gateway per GET oder POST an einer Callback-URL auf. Damit landet die Quittierung im Ticketsystem, ohne dass jemand abtippt.
- SMS an SMS weiterleiten
- Regelbasiert an einzelne Nummern oder Telefonbuchgruppen, mit Priorität und Zusatztext. Absendernummer und Ursprungstext lassen sich als Platzhalter einsetzen.
- MQTT
- Das Gerät hängt sich als Client an Ihren Broker: aus einem Topic wird eine SMS, aus einer eingehenden SMS wird eine Nachricht in einem Topic. Einen eigenen Broker bringt es nicht mit.
- SMPPmodellabhängig
- Das Gateway kann selbst die Rolle des SMSC übernehmen, an das sich Ihre Anwendung bindet: Protokollversion 3.4, mit Zustellquittungen. Nicht auf jeder Hardware-Revision verfügbar.
- LDAP und Active Directory
- Empfänger kommen aus dem Verzeichnis statt aus einem zweiten Telefonbuch, inklusive Gruppen. Auf Wunsch meldet man sich auch per Verzeichnis am Gerät an.
- Outlook-Plugin
- SMS direkt aus dem Outlook-Client an einzelne Kontakte oder Kontaktgruppen. Spricht die API des Geräts, braucht also nur ein Zugriffstoken und eine Verbindung ins Netz.
Nachrichten und Empfänger
Der Teil, den man im Alltag sieht: was rausgeht, was ankommt, und an wen.
- Posteingang, Ausgang, Gesendet
- Ordner wie in einem Mailprogramm, für jeden Benutzer getrennt. Was gesendet und was empfangen wurde, bleibt nachvollziehbar.
- Gesprächsansicht
- Nachrichten sind nach Rufnummer gruppiert wie im Smartphone. Der ganze Verlauf mit einer Person steht untereinander, statt verstreut über zwei Ordner.
- Telefonbuch und Gruppen
- Einzelne Kontakte und Gruppen, aus denen sich Bereitschaften und Verteiler bauen lassen. Bestände lassen sich als CSV importieren.
- Vorlagen
- Wiederkehrende Meldungstexte einmal hinterlegen statt jedes Mal neu tippen.
- Terminierter Versand und Sendefenster
- Nachrichten auf Datum und Uhrzeit legen oder den Versand auf Zeiten begrenzen, etwa nur zwischen 08:00 und 18:00.
- Verschiedene Nachrichtenarten
- Normale und mehrteilige SMS, Flash-SMS, die sofort auf dem Display stehen, Binär-SMS, USSD-Codes, WAP-Push-Links und MMS.
- Allow- und Deny-Liste
- Entweder nur ausdrücklich erlaubte Nummern oder alle außer den gesperrten. Gilt ein- und ausgehend, mit Platzhaltern für ganze Nummernbereiche. Ein Stoppwort in einer eingehenden SMS setzt den Absender automatisch auf die Sperrliste.
- Automatische Antwort
- Regeln für eingehende Nachrichten, wahlweise immer, bei einem bestimmten Text oder bei bestimmten Absendern. Ein Limit pro Nummer und Zeitraum verhindert Schleifen.
- Abonnements per SMS
- Wer ein Stichwort schickt, wird automatisch als Kontakt angelegt und einer Gruppe zugeordnet, ein zweites Stichwort trägt ihn wieder aus.
- Umlaute und lange Texte
- Unicode wird unterstützt, längere Meldungen gehen als mehrteilige SMS raus und kommen beim Empfänger wieder als eine Nachricht an.
- SignalBeta
- Versand über den Signal-Messenger aus der Oberfläche und über die API. Läuft über Daten, das Gerät braucht dafür also eine Verbindung. Vom Hersteller als Beta gekennzeichnet.
Betrieb und Zugriff
Ein Gerät, das alarmiert, hängt im Netz und kennt Rufnummern. Wer darauf zugreift, gehört geregelt.
- Mehrere Benutzer
- Jeder Benutzer hat eigene Ordner und eigene Rechte. Wer nur senden soll, sieht nicht den ganzen Nachrichtenbestand.
- Zwei-Faktor-Anmeldung
- Der Login in die Weboberfläche des Geräts lässt sich mit einem zweiten Faktor absichern, per SMS-Code oder Authenticator-App, auf Wunsch für alle Benutzer verpflichtend. Das schützt den Zugang zum Gateway. Einmalcodes für andere Systeme zu verschicken ist ein Fall für die API, keine eigene Funktion.
- Anmeldung per Verzeichnis
- Statt lokaler Konten die Anmeldung über Active Directory oder OpenLDAP, mit einer Gruppe je Rolle.
- Sicherung auf FTP
- Konfiguration und Bestand automatisch auf einen FTP-Server sichern, damit ein Gerätetausch nicht bei null anfängt.
- Automatisches Aufräumen
- Ordner lassen sich nach Zeitraum leeren, damit auf einem Gerät im Dauerbetrieb nicht irgendwann der Speicher das Problem ist.
Funktionsumfang der Herstellersoftware, Stand Gerätesoftware 6.30. Einzelne Funktionen hängen von Modell und Hardware-Revision ab, mit Add-on gekennzeichnete Funktionen kosten extra. Welche davon Sie wirklich brauchen, klären wir vor der Bestellung. Die Alarmkette selbst lässt sich mit Bereitschaftsplan, Eskalation und Quittierung auch über smsreach Connect führen.
Alle Preise zzgl. MwSt. Welche SIM-Karte und welcher Tarif sinnvoll sind, hängt vom Standort und vom erwarteten Meldungsaufkommen ab. Das klären wir vor der Bestellung mit. Die Nutzung von smsreach Connect ist im Gerätepreis enthalten.



